
Die Gattung Capsicum besteht aus ca. 30 bekannten Arten von denen 5 größere Verbreitung haben. Alle Arten stammen ursprünglich aus dem Gebiet zwischen Mexiko und dem südlichen Brasilien. Nach Europa, Afrika uns Asien fanden die Chilis bzw. Paprikas mit den Seefahrern nach Kolumbus.
Dieser Vergleich an Scoville-Werten von einem amerikanischen Chilifreak im Jahre 2001 durchgeführt.
Die Werte sollten nicht allzu ernst genommen werden, denn nach wie vor hängt die Schärfe von verschiedensten Faktoren ab. Der neue Spitzenreiter ist der Bih Jolokia / Bhut Jolokia aus Indien mit gemessenen 1.001.000 Scoville !!
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Bezeichnung |
Scoville Units |
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Hot Pepper Navajo |
133 |
|
Merah |
3.273 |
|
Gambia |
26.295 |
|
Punjab |
29.322 |
|
African Pequin |
56.691 |
|
Red Chili |
72.371 |
|
Scotch Bonnet Yellow |
75.496 |
|
Scotch Bonnet Red |
79.124 |
|
Suryamukhi Cluster |
80.897 |
|
Indian PC-1 |
81.984 |
|
Tepin |
90.677 |
|
Assam |
119.424 |
|
Caribbean Red |
149.930 |
|
Tabasco |
190.524 |
|
Red Savina |
256.341 |
|
Orange Habanero |
295.529 |
|
Chocolate Habanero |
301.065 |
Dieser Vergleich an Scoville-Werten von einem amerikanischen Chilifreak im Jahre 2001 durchgeführt.
Die Werte sollten nicht allzu ernst genommen werden, denn nach wie vor hängt die Schärfe von verschiedensten Faktoren ab.
Kreuzungen von Capsicum Arten
Chilis sind Selbstbestäuber, aber es gibt gelegentliche Kreuzungen durch Fremdbestäubung. Das wirkt sich natürlich nur beim Saatgut für die nächste Anbausaison aus. Hier können Arten entstehen, die sich in dem einen oder anderen Charakteristikum von der Mutterpflanze unterscheiden. Die folgende Tabelle zeigt die Wahrscheinlichkeit einer Kreuzung zwischen verschiedenen Arten an.
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Art |
annuum |
baccatum |
chinense |
frutescens |
pubescens |
|
annuum |
leicht |
sporadisch |
leicht |
sporadisch |
nein |
|
baccatum |
sporadisch |
leicht |
sporadisch |
sporadisch |
nein |
|
chinense |
leicht |
sporadisch |
leicht |
sporadisch |
nein |
|
frutescens |
sporadisch |
sporadisch |
sporadisch |
leicht |
nein |
|
pubescens |
nein |
nein |
nein |
nein |
leicht |
Es sollte erwähnt werden, dass alle Kreuzungen mit baccatum-Arten nur sterile Hybride hervorbringen.
Innerhalb der Systematik der Nachtschattengewächse wird die Gattung von allen aktuellen Bearbeitern in die Unterfamilie Solanoideae eingeordnet. Sowohl in der Systematik William D'Arcys als auch in der Armando Hunzikers ist die Gattung in einer großen Tribus Solaneae eingeordnet, Hunziker unterteilt diese Tribus in verschiedene Untertribus und ordnet die Gattung dort den Capsicinae zu, die neben den Capsicum die Gattungen Aureliana, Athenaea, Darcyanthus, Eriolarynx, Vassobia, Larnax, Dunalia und Withania enthält.
Die phylogenetisch begründete Systematik Richard Olmsteads, die die aktuelle Systematik der Nachtschattengewächse darstellt, ordnet die Gattung zusammen mit den Lycianthes unterhalb der Solanoideae in eine Tribus Capsiceae.
Innerhalb der Gattung werden 31 Arten unterschieden, von denen fünf kultiviert werden. Seit der Erstbeschreibung der Gattung durch Carl von Linné wurde eine Vielzahl von Arten beschrieben, die sich oftmals als Synonyme zu anderen Arten herausstellten. Nach einer Aufstellung aus dem Jahr 2007 werden folgende Arten unterschieden:
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Es gibt ja an die 30 verschiedene Arten von Capsicum, die sich zum Teil leicht, zum Teil fast nicht unterscheiden lassen. 5 Arten werden im kommerziellen Anbau genutzt. Diese 5 sind:
annuum steht für einjährig, was eigentlich eine unkorrekte Bezeichnung ist, da sich im Prinzip alle annuums auch mehrjährig ziehen lassen. Zu dieser Gruppe gehören die meisten handelsüblichen Sorten wie Gemüsepaprika, Jalapeños, Anchos, Peperoni u.v.a.
Ihren Ursprung sollen die annuums im nördlichen Lateinamerika haben, erste Domestizierungen gab es in Mexiko bereits 2500 v.Chr. Durch die Reisen des Christopher Columbus wurden die annuums in Spanien und Portugal bekannt, was ihnen den Namen "Spanischer Pfeffer" einbrachte.
baccatum heißt beerenähnlich. Charakteristisch sind die cremefarbenen Blütenblätter mit gelben/grünen Farbtupfern. Umgangssprachlich heissen sie in Südamerika aji. Die Früchte sind länglich, die Samen cremefarben. Ihren Ursprung haben sie in Bolivien, Brasilien, Chile und Argentinien.
chinense heißt aus China kommend. Diese Bezeichnung ist ebenfalls eigentlich falsch, da die chinense aus dem Amazonasbecken stammen. Die älteste intakte Frucht wurde in der Guitarrero-Höhle in Peru gefunden und auf die Zeit um 6500 v.Chr. datiert. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem die extrem scharfen habaneros sowie die scotch bonnets.
frutescens bezieht sich auf den Wuchs und heißt busch- oder gestrüppartig. Es wird vermutet, dass die Wildform der frutescens Vorfahren der chinense waren. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel die tabascos und die malagueta aus Brasilien.
pubescens heißt behaart. Erstmalig im Jahr 1794 von Ruiz und Pavon beschrieben, dürften als erste Chilis vor über 6000 Jahren domestiziert worden sein. Morphologisch unterscheiden sie sich stark von allen übrigen Arten: Die Samen sind schwarz/braun, die Blätter und Stängel behaart. Genetisch gibt es keine Wildformen von pubescens obwohl es eine Gruppe nahe verwandter Wildformen gibt:
Capsicum eximium in Bolivien und Argentinien
Capsicum cardenasii in Bolivien und
Capsicum tovarii in Peru.
Zu dieser Gruppe gehören die südamerikanischen rocotos und die mexikanischen manzanos.
Fuchs gilt als einer der Väter der Pflanzenkunde, als Hauptvertreter des Neu-Galenismus. Er verfasste über 50 Bücher und Streitschriften. Seinen großen Ruhm verdankt er in erster Linie seinen Kräuterbüchern. 1542 erschien in lateinischer Sprache mit De Historia Stirpium commmentarii insignes sein erstes Kräuterbuch, 1543 das höchst einflussreiche New Kreüterbuch als deutsche Übersetzung. In diesem Werk werden über 400 europäische und 100 exotische Pflanzen beschrieben und in 511 Holzschnitten dargestellt. Für eine erweitere Ausgabe der „Historia“ fand er keinen Verleger; das umfangreiche Manuskript mit über 1500 Pflanzenbildern gelangte nach seinem Tod nach Wien in die Österreichische Nationalbibliothek, wo es bis heute vollständig erhalten ist. Von seinen Kräuterbuch-Tafeln haben sich dagegen nur wenige Exemplare erhalten.
Er war der Sohn des Wemdinger Bürgermeisters Hans Fuchs († 1505). Nach der Schulzeit in seiner Heimatstadt Wemding, in Heilbronn und in Erfurt studierte Fuchs 1515 an der Universität Erfurt Philosophie und Naturlehre. 1516 kehrte er nach Wemding zurück, wo er eine Privatschule öffnete, aber bereits ein Jahr später wieder schloss. 1519 studierte er an der Universität Ingolstadt unter dem Humanisten und Hebraisten Johannes Reuchlin Griechisch, Latein und Hebräisch sowie Philosophie, erhielt 1521 mit dem Magister die Lehrberechtigung und begann im gleichen Jahr in Ingolstadt mit dem Medizinstudium. 1524 wurde er Doktor der Medizin.
1524/25 praktizierte er Medizin in München und lehrte ab 1526 Medizin in Ingolstadt. 1528 trat er nach Konflikten mit der konservativen katholischen Führung als Leibarzt in den Dienst des Ansbacher Markgrafen Georg der Fromme. 1531 wurde er erneut nach Ingolstadt berufen, kehrte aber 1533 wieder nach Ansbach zurück. 1535 erhielt er eine Professur der Medizin an der Universität Tübingen, wo er siebenmal Rektor war und mit seiner großen Familie im noch existierenden „Nonnenhaus“ wohnte. Er führte erstmals botanische Exkursionen durch und legte einen Arzneipflanzengarten an, den ersten botanischen Garten der Universität und einen der ältesten der Welt überhaupt.[1] Kaiser Karl V. erhob ihn in den Adelsstand.
Fuchs gilt als einer der Väter der Pflanzenkunde, als Hauptvertreter des Neu-Galenismus. Er verfasste über 50 Bücher und Streitschriften. Seinen großen Ruhm verdankt er in erster Linie seinen Kräuterbüchern. 1542 erschien in lateinischer Sprache mit De Historia Stirpium commmentarii insignes sein erstes Kräuterbuch, 1543 das höchst einflussreiche New Kreüterbuch als deutsche Übersetzung. In diesem Werk werden über 400 europäische und 100 exotische Pflanzen beschrieben und in 511 Holzschnitten dargestellt. Für eine erweitere Ausgabe der „Historia“ fand er keinen Verleger; das umfangreiche Manuskript mit über 1500 Pflanzenbildern gelangte nach seinem Tod nach Wien in die Österreichische Nationalbibliothek, wo es bis heute vollständig erhalten ist. Von seinen Kräuterbuch-Tafeln haben sich dagegen nur wenige Exemplare erhalten.