
Bei unserem Neemulgan Forte handelt es sich um ein optimal wasserlösliches Präparat aus 60%Neemöl, 20% Karanjiöl und 20%Emulgator Rimulgan
Zuerst soll das Neemulgan Forte bei zu geringer Umgebungstemperatur (< 25°C) im Wasserbad etwas angewärmt werden, so dass es schön flüssig wird.
Wasser auf etwa 30-35 °C erwärmen und ca. 5 ml Neemulgan Forte pro Liter einrühren.
Das entstandene Gemisch direkt auf die betroffenen Pflanzenteile spritzen.
Da sich das im Neemöl enthaltene Azadirachtin sowie andere Wirkstoffe unter UV-Licht relativ schnell zersetzen, ist die Anwendung bei starkem Befall 2x am Tag sonst 1x am Tag zu machen.
Achtung: Nicht bei direkter Sonnenbestrahlung verwenden, da durch das Öl auf den Blättern Sonnenbrand entsteht und die Pflanze ernsthaft geschädigt werden kann.
Die angerichtete Menge sollte zumindest am selben Tag - am besten sofort nach dem Anrühren - verwendet werden, da die Wirkungskraft am nächsten Tag schon bedeutend geringer ist.
Sollte wirklich was überbleiben, dann kann das zu den Wurzeln gegossen werden, da es dort genauso von der Pflanze aufgenommen wird.
Neemulgan Forte kann generell auch als Zusatz zum Gießwasser als Ersatz für die Spritzbrühe verwendet werden, da diese Anwendung einfacher durchzuführen ist und keine Schädigungen durch Sonnenlicht zu befürchten sind
Ich verwende als Dünger Hornspäne (kommen beim umtopfen/pflanzen in das Pflanzloch) und Brennesseljauche.
Zubereitung Brennesseljauche:
Einen Kübel beliebiger Größe mit Brennesselkraut füllen, mit Wasser übergießen, und stehen lassen, bis das ganze vergärt ist (Je nach Temperatur ca 2-3 Wochen). Alle paar Tage mal umrühren. Unbegrenzt wirksam und haltbar
Vorsicht: keine blühenden Brennesseln verwenden, das wird sonst schmerzhaft beim Jäten !! Mit Geruchsbelästigung ist zu rechnen !! (Gesteinsmehl drüberstreuen erleichtert das Geruchsproblem)
Anwendung der Brennesseljauche:
In einer Verdünnung von ca. 1:20 mit Wasser verdünnen und damit die Pflanzen nicht zu häufig gießen.
Vorsicht: Nie konzentriert verwenden!! Das bringt alle Pflanzen um, von geringeren Verdünnungen oder häufiger Anwendung ist bei Chilis auf jeden Fall abzuraten.
Die Steigerung zur Brennesseljauche (zumindest geruchsmässig) sind verjauchte Hornspäne.
Zubereitung: 100g Hornspäne in Gefäß (bei mir ist es eine PET-Flasche) mit Wasser aufgiessen und 2-3 Wochen stehn lassen.
Anwendung: mindestens 1:40 verdünnt verwenden.
Ich würde erst Mal die Möglichkeiten zum Überwintern checken:
- Fensterbank (nicht unbedingt Süd und auch nicht Nord)
- Heller Standort im Haus (meine gedeihen im Vorhaus am besten)
Der Standort sollte natürlich 10° mindestens haben, Temperaturen über 25° machen dir aber sicher genauso zu schaffen (Läuse, Trockenheit)
Als Pflanzenlampe verwende ich 36W-Leuchtstofflampen mit Weißlicht und Pflanzenlicht (ist alles günstig im BAumarkt oder Elektrohandel zu haben). Die Lampe wird mittels Zeitschaltuhr 12 Stunden pro Tag eingeschaltet.
Achtung: Wenn die Lampe mehr als einen halben Meter von den Chilis weg ist, verliert sie fast die ganze Wirkung !!
Blütenfall lässt auf zu hohe Temperaturen schließen. Kontrollieren Sie im Sommer die Temperatur im Gewächshaus: Bei Temperaturen über 30° kann der Blütenfall schon zu einem Problem werden.
Die optimale Temperatur für die Befruchtung liegt zwischen 16° (nachts) und 25° (tagsüber).
Sobald das erste Grün hervorsticht brauchen die Pflanzen ausser Wärme noch Licht, und das nicht zu knapp: 10 - 12 Stunden pro Tag sollten es schon sein, Tageslichtspektrum ist erwünscht, Sonnenlicht natürlich optimal (steht nur meistens in dieser Zeit nicht in ausreichender Menge zur Verfügung). Auch beim Wachstum gilt: Konstante Temperatur um die 25° bringt deutlich schnelleres Wachstum. Die Pflanzen bleiben nun bis das Substrat durchwurzelt ist im Anzuchtgefäß.
Irgendwann dann - die Pflanze sollte zumindest 2 Blattpaare haben - wird pikiert und ab Mitte Mai (je nach Witterung und Lage) auf den Balkon, ins Gewächshaus oder ins Freie gepflanzt. Vorsicht ist mit der direkten Sonnenbestrahlung geboten: Werden die Pflänzchen plötzlich der Sonne ausgesetzt ist meist ein Sonnenbrand die Folge und der verzögert das Wachstum. Also langsam an die Sonne gewöhnen. Nun benötigen die Pflanzen auch Dünger: bei mir bekommen sie beim Einpflanzen eine handvoll Hornspäne - das reicht meist für eine ganze Wachstumsperiode. Dazu gibt's dann ca 1x pro Monat verdünnte Brennesseljauche.
Prinzipiell gibt es keinen falschen Zeitpunkt für die Aussaat. Für den "traditionellen" Zyklus mit reifen Früchten ab Juli sollte folgende Angabe eine Richtlinie sein :
Capsicum pubescens, frutescens sowie baccatum Anfang bis Mitte Januar,
Capsicum annuum und chinense Anfang bis Ende Februar.
Eine Nachsaat im März hat ebenfalls noch gute Aussichten ...
Eine sicherlich vorteilhafte Methode -wenn auch nicht unbedingt erforderlich - ist das einweichen der Samen:
Dazu werden die Samen zuerst in den vorbereiteten Tassen, Bechern o.ä. in etwas kaltem Kamillentee 6 Stunden bis maximal 2 Tage gewässert. Achtung: Gute Beschriftung und Systematik kann hier größeres Chaos verhindern ! Anstelle des Kamillentees kann auch Knoblauchwasser oder EM-1 (effektive Mikroorganismen) verwendet werden.
Die Pflanzgefässe werden dann mit dem Substrat befüllt und die Samen werden je nach Größe bis zu 1 cm tief (die großen) oder nur ein bisschen bedeckt (Pequin, Tepin) eingesetzt. Als Substrat empfehle ich gute Anzuchterde z.B. die Bioanzuchterde von Floragaard. Sehr zu empfehlen ist die Beimengung von unbehandeltem Perlit - es speichert hervorragend Wasser und ist im Baumarkt günstig zu erwerben.
Der Pflanzabstand richte sich natürlich nach den Platzmöglichkeiten. Ein Abstand von 2 cm sollte eingehalten werden, die Pflanzung in Topfplatten ist optimal, da die Pflanze dann ohne Verletzungen getopft werden kann.
Natürlich spielt bei der Keimung die Temperatur eine große Rolle. Für Habaneros und andere chinense-Gattungen sollte die Keimtemperatur möglichst bei konstanten 28-30°C liegen. Alle anderen Chilis und Paprikas keimen auch bei Temperaturen um die 20-25°C sehr gut, pubescens-Varianten keimen am besten bei 15-20°C.
Bis die Saat aufgegangen ist - was nach ca. 8-10 Tagen der Fall sein sollte - spielt Licht keine Rolle. Die Saat darf nicht austrocknen, für regelmässige Bewässerung ist auf jeden Fall zu sorgen, jedoch keine Staunässe.
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